Alles, was Sie über Kreditkarten wissen sollten

Beim Einkauf einfach die Kreditkarte zu zücken, wird immer beliebter. Doch worauf gilt es beim Kauf mit dem Plastikgeld zu achten? Hier erfahren Sie wichtige Fakten rund um die Kreditkarte.

Steigende Beliebtheit

Heute kaufen, am Monatsende sicher bezahlen: Eine Kreditkarte macht das Leben einfacher. Kein Wunder, dass sie so beliebt ist. Von 2010 bis 2017 sind die Kreditkartenumsätze in Deutschland von 43,47 Milliarden Euro auf mehr als 100 Milliarden Euro gestiegen – und das Ende der Fahnenstange ist längst nicht erreicht.

Mastercard ist Trumpf

Die meisten Inhaber einer Kreditkarte setzen auf Mastercard: 20,4 Millionen Deutsche haben einen Vertrag bei dem internationalen Kreditkartenunternehmen abgeschlossen. Gleich darauf folgt Visa mit 15 Millionen Inhabern. Abgeschlagen auf Platz 3 ist America Express mit 2,73 Millionen abgeschlossenen Verträgen. Barclay Card und Diners Club kommen auf 1,05 beziehungsweise 0,42 Millionen Inhaber in Deutschland.

Online zahlen – nur mit Karte

Wer im Internet einkauft, setzt besonders gerne auf die Kreditkarte: Die Nummer der Visa oder Mastercard geben 35 Prozent der Online-Käufer ein. Noch mehr, nämlich 39 Prozent, setzen auf Digital Payment wie PayPal oder Alipay. Zahlungsarten wie Lastschrift und Rechnung (jeweils elf Prozent), Zahlung bei Lieferung (13 Prozent) oder Wertkarten (acht Prozent) sind dagegen auf dem absteigenden Ast.

So funktionieren Kreditkarten

Eine Kreditkarte erhalten Sie in der Regel von Ihrer Hausbank oder einer (Online)-Bank Ihrer Wahl. Grundsätzlich gibt es zwei Zahlungsmodalitäten: Das Geld wird nach einem vereinbarten Zeitraum von Ihrem Girokonto abgebucht oder Sie nutzen eine Prepaid-Kreditkarte. Hier müssen Sie den Kreditrahmen vorher einzahlen. In beiden Fällen ist die Inanspruchnahme des Kreditrahmens kostenlos.

Vor- und Nachteile von Kreditkarten für Verbraucher

Weltweit bezahlen und an jedem Geldautomaten Bargeld erhalten: Das sind die Vorteile der Kreditkarte. Sie können sich zudem kurzfristig Geld leihen ohne Zinsen – praktisch, wenn eine unvorhergesehene Anschaffung notwendig ist. Bei Diebstahl sind Sie auf der sicheren Seite: Sie haften nicht, wenn nach einem Diebstahl oder Verlust Umsätze mit der Karte getätigt werden. Allerdings gibt es auch Schattenseiten. Die Kreditkarte ist in vielen Fällen nicht kostenlos. Im Ausland können auf Umsätze in Fremdwährung zudem hohe Gebühren anfallen. Gerade bei Kleinbeträgen lohnt es sich daher oft nicht, mit der Karte zu zahlen. Wer nicht regelmäßig seine Abrechnung prüft, riskiert zudem, sich zu überschulden – das Zahlen mit der Karte ist schließlich einfach und der Kreditrahmen übersteigt oftmals sogar den Dispokredit des Girokontos.

Vor- und Nachteile für Händler

Das Geld ist sicher, selbst wenn das Konto des Käufers nicht gedeckt oder die Karte gestohlen ist, denn das Kreditkarteninstitut haftet für die Umsätze. So werden öfter auch mal spontane Käufe getätigt – und es ist weniger Bargeld in der Kasse, was die Sicherheit im Laden erhöht. Auch hier gibt es jedoch einen Nachteil: Auf Umsätze mit der Karte werden Gebühren erhoben. Die sind seit 2015 jedoch auf maximal 0,3 Prozent des Rechnungsbetrags begrenzt.

Hinweis:
Unsere Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet. Diese sogenannten Affiliate-Links und die damit verbundenen Werbekostenvergütungen haben bei der Erstellung unserer Ratgeber-Artikel keinen Einfluss auf den Inhalt, unsere Artikel sind und bleiben immer objektiv. Unser oberstes Ziel ist Ihre Information.